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Glossar

Systemkräfte

Systemkräfte sind eine Art „roter Faden“ in einem System und wirken oft über Generationen. Werden die Systemregeln Zugehörigkeit, Ordnung und Ausgleich nicht eingehalten, entsteht ein Ungleichgewicht. Das System geht in eine Ausgleichsbewegung, um die Störung soweit wie möglich, wieder auszugleichen. Dabei nimmt es keine Rücksicht auf individuelle Interessen, denn fast immer ergreift es ein an der Störung unbeteiligtes Systemelement (z. B. ein Kind).

Im Interesse eines Vorgängers wird ein Nachfolger in die Pflicht genommen: er übernimmt fremde Zuständigkeiten, vertritt einen Ausgeschlossenen, sühnt verdrängte Schuld, oder wird zum Rächer für die Opfer eines Vorgeborenen.

Diese Ausgleichsbewegung ist aber blind, sie löst das Problem nicht, sie trägt es nur eine Generation weiter. Gelöst werden muss die ursprüngliche Verletzung der Systemregeln.
Das ist z. B. die Wiederaufnahme eines ausgeschlossenen Familienmitgliedes, die Abgabe oder Annahme von Schuld, die Wiedergutmachung an einem Opfer. Diese Art von Lösung ist die Zielsetzung von Familienaufstellungen.

In Organisationssystemen wirken Systemkräfte auf gleiche Weise und können mittels Organisationsaufstellungen aufgezeigt und gelöst werden.