Die Qualität der systemischen Haltung ist für den Erfolg der systemischen Arbeit entscheidend. Sie bildet den Maßstab der Professionalität des systemischen Beraters.
Systemische Haltung sieht den Menschen nicht als isoliertes Einzelwesen sondern immer eingebettet in seinem Familiensystem und in seinem Umfeld (andere Systeme).
Die systemische Haltung ist zugewandt, absichtslos und abwartend. Sie hat kein Ziel und erfolgt in tiefer innerer Demut. Dadurch entsteht eine innere Leere, durch die alles durchfließen darf. In der systemischen Haltung wird auf Bewertungen nach moralischen Grundsätzen verzichtet. Sie basiert hingegen auf einem hohen Grad uninterpretierter Wahrnehmung.
Nur in der systemischen Haltung kann der/die systemische BeraterIn als hochqualitatives Medium professionell Aufstellungen leiten und seine Klienten zu systemischen Lösungen führen.
Die Erlangung der systemischen Haltung ist in der erfahrenen Praxis ein über Jahre andauernder Prozess, der vor allem aus Selbsterfahrungen in systemischen Arbeitskontexten wächst. Die systemische Haltung erfordert ein hohes persönliches Maß an Verzicht auf Altes und Gewohntes (bewährte Muster) und die Bereitschaft, die eigene Persönlichkeit laufend weiterzuentwickeln. Die systemische Haltung schärft die Wahrnehmungsgenauigkeit und entsteht durch ständig neue Erfahrungen und Einsichten und nicht durch Theorien.
Sie wird demnach vielmehr erfahren und kann nicht nach „klassischen Methoden“ (Theorien) gelernt werden.
Neben unserer Beratungstätigkeit legen wir auch in unseren Aus- und Weiterbildung auf die systemische Haltung besonderen Wert.