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Glossar

Systeme

Systeme sind in sich abgegrenzte Gefüge, die sich durch ihre Beziehungsgeflechte, Strukturen, Wechselwirkungen ihrer Systemelemente selbst erhalten. Es gibt z.B. Ökosysteme, Wirtschafts-, politische und soziale Systeme. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit haben sie eines gemeinsam: in ihnen hängt alles miteinander zusammen und voneinander ab. Sie bestehen aus einzelnen Elementen, die sich im ständigen wechselseitigen Prozess beeinflussen und nach Ausgleich und Stabilität streben. Jede Aktion und Veränderung eines Elementes löst unmittelbare Reaktionen bei den übrigen aus. Somit ergibt jede Veränderung eines Elementes eine Veränderung im gesamten System; dies gilt im positiven, wie im negativen.

Bei Auftreten einer Störung geht das ganze System in eine Ausgleichsbewegung, um seine Funktionsfähigkeit zu erhalten. Es nimmt dabei keine Rücksicht auf individuelle Interessen, dass heißt, das System „bedient sich“ einzelner, meist an der Störung unbeteiligter Elemente und nehmen diese in die Pflicht des Ausgleichs. Diese Ausgleichsbewegung ist aber „blind“. Sie löst das Problem nicht, sonder trägt es nur weiter. Auf diese Wiese geraten die unbeteiligten Systemelemente in eine systemische Verstrickung.

Die regulierenden Kräfte in einem System sind die Systemkräfte. Sie sorgen dafür, dass die sogenannten Systemregeln Zugehörigkeit sowie die systemische Ordnung und Ausgleich eingehalten werden. Die Systemregeln sind übergeordnet und allgemeingültig und gelten überall dort, wo Menschen in Beziehung treten.

In systemischen Aufstellungen können alle Arten sozialer Systeme, Familiensysteme, berufliche Systeme und Organisationssysteme betrachtet und untersucht werden.