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Glossar

Historie zur systemischen Aufstellungsarbeit

Die Methode der systemischen Aufstellungsarbeit geht unter anderem aus den familientherapeutischen Arbeiten von J. Moreno und V. Satir hervor. Als die Familientherapie erkannte, dass Probleme einzelner Familienmitglieder oft ein Hinweis auf grundlegende Störungen in den Beziehungen der Familiensysteme sind, rückte die Wirkung der Beziehungsebene zwischen Familienmitgliedern und deren Darstellungsmöglichkeit zunehmend in den Mittelpunkt.

Daraus entwickelte sich die systemische Aufstellungsarbeit, die sich in vielen Jahren praktischer Arbeit ständig weiterentwickelt und verdichtet hat. Einen wesentlichen Anteil an der qualitativen Weiterentwicklung hat ohne Zweifel Bert Hellinger. Er erkannte grundlegende Übereinstimmungen und Ordnungen in den Strukturen von Familiensystemen. So kam er zu immer genaueren Erkenntnissen über die Gesetzmäßigkeiten und Wirkungen in Familiensystemen und wie schicksalhafte Verstrickungen gelöst werden können.

In weiterer Folge konnten Hellingers Erkenntnisse neben Familiensystemen auch in anderen, z. B. beruflichen Systemen als maßgebliche Wirkungsursachen festgestellt und weiterentwickelt werden, wodurch die Aufstellungsarbeit zu einem vielschichtig einsetzbaren Instrumentarium wurde. Neben der bekanntesten Form der Familienaufstellungen können vor allem in Organisationsaufstellungen essentielle unternehmens- und wettbewerbsbehindernde Situationen effektiven Lösungen zugeführt werden.

Neben vielen anderen haben vor allem Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer vor allem die beruflichen Einsatzmöglichkeiten der Aufstellungsarbeit durch die Entwicklung der systemischen Strukturaufstellungen methodisch maßgeblich weiterentwickelt.

Aber auch in verschiedensten anderen Bereichen wie etwa bei Gesundheit, Strategie- und Marketingthemen oder auch bei Entscheidungsfragen hat die Aufstellungsarbeit als Hilfestellung mittlerweile erfolgreich Eingang gefunden.