Familiensysteme sind soziale Gefüge. Sie bestehen aus einzelnen Personen, die sich in einem ständigen Prozess wechselseitig beeinflussen und für die Erhaltung des Systems nach Ausgleich streben.
Systemisch betrachtet werden bei Familiensystemen zwei Teilsysteme unterschieden: Einerseits die Herkunftsfamilie, zu der wir, unsere Geschwister, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, usw. gehören, und andererseits die Hinkunftsfamilie, zu der unser(e) (Ehe)PartnerInnen und die daraus hervorgehenden Kinder, Enkelkinder, etc. zählen.
Als Mitglied unserer Familie sind wir mit den anderen Mitgliedern in einer ständigen wechselseitigen Beziehung verbunden.
Mit anderen Worten: Als Teil eines sozialen Systems „dienen“ wir unserem Familiensystem. Das geschieht unbewusst und ortsunabhängig. Dahinter wirken die Systemregeln, Zugehörigkeit, Ordnung und Ausgleich von Nehmen und Geben. Werden diese Systemregeln nicht eingehalten, geraten ein oder mehrere Mitglieder in eine systemische Verstrickung. Vor diesem Hintergrund wissen wir oft nicht, was wir tun, warum wir es tun, und wir tun es häufig zu unserem eigenen Schaden oder Leid.
Je mehr Systeme miteinander verwoben sind, umso komplexer sind die wirkenden Familiendynamiken, wie etwa in Patchworkfamilien.
Familienaufstellungen bilden Familiensysteme ab, zeigen die in Ihnen wirkenden Dynamiken und ermöglichen eine gemäße Lösung.