Burnout ist ein häufig auftretendes Symptom unserer Zeit, das gerne verharmlost wird. Es äußert sich in einem arbeitsbedingten anhaltenden Erschöpfungszustand. Zuerst betrifft die Erschöpfung das Befinden, dann das Erleben. Später beeinflusst sie auch die Einstellungen, Haltungen und Handlungen. Zuletzt verliert der Mensch Gefühl und Beziehung zu sich selbst, bis er in einer völligen Burnout-Erschöpfung zusammenbricht.
Vordergründig wird Burnout meist mit den finanziellen Anforderungen, den Ansprüchen und der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit begründet. Systemisch betrachtet liegt hinter der Burnout-Syndrom aber oftmals ein zwanghafter Eifer nach Karriere, Einfluss und sozialer Akzeptanz. Nicht selten handelt es sich dabei um eine unbewusste Pflichterfüllung gegenüber einer anderen Person aus dem Familiensystem. Z. B., um es der anderen Person Recht zu machen, oder um ihr zu „entsprechen“ oder um ihr gesehen zu werden. Diese Lebenshaltung drückt sich dann in einer Verkennung der existenziellen Wirklichkeit aus. Der Wert des eigenen Lebens wird missachtet und nur als Mittel zum Zweck gesehen, wie alle Dinge der Welt - folglich dann auch die eigenen Gefühle, Bedürfnisse und das Gespür für das Richtige. Auf diese Art schließt sich ein Teufelskreis.
In Familienaufstellungen werden die systemischen Ursachen ans Licht gebracht und somit die Beziehung zu sich selbst und zu seiner Umwelt wieder hergestellt.